Östrogen Dominanz

Östrogen DominanzMillionen von jenseits der 40 Frauen leiden unter Wechseljahrbeschwerden. Es liegt hier stets ein hormonelles Ungleichgewicht vor, wobei dies auch bei Frauen der Fall ist,

die an den als Monatsbeschwerden oder Zyklusbeschwerden in der Umgangssprache bezeichneten Symptomen leiden, was medizinisch PMS heißt (prämenstruelles Syndrom). In beiden Fällen liegt eine Östrogen Dominanz vor. Das wichtigste Partnerhormon von Östrogen, das Progesteron, wird dabei vernachlässigt. Forscher sind sich inzwischen recht sicher, dass dieses Zuviel an Östrogen möglicherweise für einen großen Teil der Wechseljahrbeschwerden verantwortlich ist.

Symptome

Die typische Beschwerden bei einem Östrogenüberschuss bzw. einem Mangel an Progesteron können folgende Symptome sein:

  • Reizbarkeit, Unruhe
  • Kopfschmerzen
  • Brustspannungen
  • Gewichtszunahme
  • Geschwollene Füße, Ödeme
  • Wassereinlagerungen
  • Heißhungerattacken (insbesondere auf Süßes)
  • Nachlassende Libido
  • Trockene Schleimhäute
  • Schlaflosigkeit
  • Stimmungsschwankungen
  • Schwindelanfälle
  • Zyklusschwankungen
  • Depressionen
  • starke und auch lange Menstruationsblutungen
  • Auftreten von Eierstockzysten
  • Gefahr von Gebärmutterhalskrebs und Brustkrebs steigt
  • Trockene Haut und Schleimhäute
  • Muskelschmerzen, Orangenhaut

Außerdem kann eine Östrogen Dominanz Beschwerden einer Unterzuckerung bewirken und sogar die Entstehung eines Diabetes mellitus begünstigen. Wie die Östrogene sich auf die Knochen und auf Osteoporose auswirken ist nicht vollständig geklärt.

Viele Ärzte kennen sich mit dem Thema Östrogen Dominanz nicht gut aus. Sie verordnen meist keine Mittel, die dagegen helfen, sondern geben nur gutgemeinte Ratschläge. Dabei kann man eine leichte Östrogen Dominanz mit der Hilfe von Phytohormonen behandelt werden. Hierzu eignen sich vor allem Heilpflanzen und Nahrungsmittel, welche reich an progesteronartigen Substanzen sind. An Heilpflanzen eigenen sich vor allem Mönchspfeffer, Schafgarbe, Frauenmantel, Wilder Yams und Bockshornklee. Unter Umständen wird aber auch eine Hormonbehandlung mit Progesteron fällig. Lebensmittel, die im Rahmen einer Therapie helfen können sind AlfaAlfa, die regulierend und ausgleichend wirken. Und Bockshornklee regt den Eisprung an, ebenso wie Papaya. Den Östrogenspiegel erhöhen kann auch Soja, und zwar in Form des Verzehrs von Sojamilch und andren Sojaprodukte. Helfen können auch die Schüsslersalze.

Prävention

Die Zuführung von Lebensmittel, die den Östrogenspiegel erhöhen können, gelten als gute Präventionsmaßnahme. Und auch eine regelmäßige Bewegung gehören dazu, dass es nicht so leicht zu einer Östrogen Dominanz kommen kann. Ebenso gehört dazu, dass Genussmittel wie Alkohol, Nikotin und Koffein nur in geringem Umfang aufgenommen werden. Durch regelmäßigen Sport wird zudem verhindert, dass eine Insulinresistenz entsteht. Östrogen und Insulin stehen nämlich miteinander in einer Wechselwirkung, weshalb zu wenig Bewegung zu einem erhöhten Östrogenspiegel führt.